Standortvorteile - Serbien - Drehscheibe der Wachstumsregion Südosteuropa Eine ganze Reihe von Faktoren machen Serbien zu einem interessanten Standort. Die wichtigsten Standortvorteile Serbiens 1. Geographische Lage 2. Verkehrswege 3. Handelsabkommen 4. Steuern und Investitionsanreize 5. Zufriedenheit ausländischer Investoren 6. Industrietradition 7. Industriekapazitäten 8. Absatzmarkt 9. Rohstoffvorkommen 10. Arbeitsmarkt 11. Immobilienpreise 12. Reformprozess 13. Wirtschaftliche Beziehungen in der Region 14. Sprachliche Beziehungen zu Nachbarländern 1. Geographische Lage Serbien befindet sich mitten auf der Balkanhalbinsel und grenzt an sieben weitere Balkanländer: Montenegro, die Republik Srpska bzw. Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Albanien. 2. Verkehrswege Die wichtigsten Verkehrswege über den Balkan treffen sich alle bei Belgrad: - Autobahn München-Salzburg-Zagreb-Belgrad-Nis-Sofia-Istanbul - Autobahn Bratislava-Budapest-Belgrad-Nis-Skopje-Saloniki-Athen - Eisenbahnstrecken in etwa gleich verlaufend zu den Autobahnen - Flüsse: Donau, Save, Theiß - Flugschneise Westeuropa-Naher Osten 3. Handelsabkommen BALKAN: Serbien hat gemeinsam mit den ex-jugoslawischen Republiken (ohne Slowenien), Albanien und Moldawien eine Freihandelszone (CEFTA). Darüber hinaus besteht ab dem 1. Januar 2010 ein Freihandelsabkommen mit der Türkei. GUS: Serbien ist das erste (und bisher einzige) Land außerhalb der GUS, das ein Freihandelsabkommen mit Russland hat. Außerdem besteht ein Freihandelsabkommen mit Weissrussland. An einem Abkommen mit der Ukraine und Kasachstan wird gearbeitet. EU: Mit der EU besteht ein Stabilisierungsabkommen. Der zollfreie Zugang zum EU-Markt ist seit 2009 möglich. EFTA: Ab April 2010 kann von Serbien aus zollfrei in die EFTA-Staaten - Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein - exportiert werden. USA: Die meisten Produkte (zur Zeit etwa 4650 an der Zahl) können zollfrei in die USA exportiert werden. 4. Steuern und Investitionsanreize Der Körperschaftssteuersatz liegt in Serbien bei 10%. Eine vollkommene Befreiung von der Körperschaftssteuer auf 10 Jahre ist in vielen Fällen möglich. Außerdem gibt es verschiedene Formen weiterer Investitionsanreize, darunter auch direkte Subventionen. Die Kapitalertragsteuer ist die niedrigste in Europa und liegt bei 10%. Die Lohnsteuer liegt im Schnitt bei 12%. 5. Zufriedenheit ausländischer Investoren Laut der Deutschen Industrie und Handelskammer in Belgrad (2008) sind 95% der deutschen Investoren in Serbien mit dem Standort absolut zufrieden und würden jederzeit wieder in Serbien investieren. Dies ist die mit Abstand höchste Standortzufriedenheit deutscher Investoren in ganz Mittelost- und Südosteuropa. 6. Industrietradition Der erste Liniennachtflug weltweit und die erste elektrisch beleuchtete Fabrik, die erste Radiostation, die erste Massenfertigung von Automobilen und Farbfernsehern in Südosteuropa gab es in Serbien. Mehr zur serbischen Industrie- und Wirtschaftstradition ist hier zu finden: Industrietradition. 7. Industriekapazitäten Laut Informationsmaterial der IHK Stuttgart vom November 2000 verfügte Serbien zum damaligen Zeitpunkt über 60% der Produktionskapazitäten des ehemaligen Gesamtjugoslawien. Die Kapazitätsauslastung ist jedoch teilweise sehr gering. Produktionskapazitäten sind in Serbien daher günstig zu erwerben. 8. Absatzmarkt Serbien ist mit seinen knapp 10 Millionen Einwohnern (mit der Srpska und Montenegro über 12 Millionen) nach Rumänien das zweitbevölkerungsreichste Balkanland. Hinzu kommen Freihandelsabkommen, welche den zollfreien Export auf einen Gesamtmarkt mit einer Milliarde Konsumenten erlauben. (siehe Handelsabkommen) 9. Rohstoffvorkommen Serbien ist ein relativ rohstoffreiches Land. Es verfügt unter anderem über Vorkommen an Bauxit, Kupfer, Blei, Zink, Nickel, Chrom, Kohle, Kalkstein, Ton, Marmor und einer Reihe weiterer seltener Metalle und Mineralien, wie etwa Gallium, Thallium, Indium, Germanium usw. Auch ist es eines der mineralwasserreichsten Länder in Europa. Das Land wird außerdem von zahlreichen Flüssen durchzogen und ist zu 35% bewaldet (Srpska: 50%, Montenegro: 80%). 10. Arbeitsmarkt Der Arbeitsmarkt in Serbien ist stark liberalisiert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bzw. das Verhältnis von Löhnen und Gehältern zur Qualität der Arbeit von, zum Beispiel, Ingenieuren, Programmierern, Wirtschaftsfachleuten, aber auch Textil- oder Metallfacharbeitern ist in Serbien günstiger als in den meisten anderen Ländern Europas. Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Ökonomie und ehemaliger Chefökonom der Weltbank, vertritt die Meinung, in Serbien sei das beste Preis-Leistungsverhältnis für hochqualifizierte Arbeitskräfte weltweit zu finden. 11. Immobilienpreise Büroflächen und Fabrikanlagen sind in Serbien günstiger zu haben als in den meisten seiner Nachbarländer. Zahlreiche neue Flächen sind im Entstehen begriffen. 12. Reformprozess Die serbische Regierung hat seit 2000 umfassende Reformen durchgeführt. 2005 wurde Serbien von der Weltbank zum “Reformweltmeister” (größter Reformschritt im Jahr 2004 weltweit) gekürt. 13. Wirtschaftliche Beziehungen in der Region Unternehmen aus Serbien sind in Montenegro, der Srpska (Bosnien-Herzegowina) und Mazedonien stark präsent. Zahlreiche Unternehmen aus Slowenien, Kroatien und Griechenland sind in Serbien investiert. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Serbien und Rumänien sind traditionell eng, so wird z.B. das Wasserkraftwerk “Djerdap” am Eisernen Tor der Donau gemeinsam betrieben. Italien ist seit Jahrzehnten in der serbischen Autoindustrie involviert. 14. Sprachliche Beziehungen zu Nachbarländern In Serbien leben zahlreiche Minderheiten - insgesamt über 30. Die Angehörigen dieser Volksgruppen beherrschen neben Serbisch auch ihre jeweilige Muttersprache. Außerdem leben in sämtlichen direkten Nachbarländern Serbiens zum Teil auch Serben. In den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien verstehen die meisten Menschen die serbische Sprache - insgesamt handelt es sich dabei um über 20 Millionen Menschen (und inklusive jeweiliger Diaspora etwa 30 Millionen). |