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Rudjer Boskovic Rudjer Boskovic war einer der bedeutendsten europäischen Wissenschaftler des 18. Jahrhunderts und zudem einer der letzten wirklich universellen Wissenschaftler. So war er Ingenieur, Geodät, Astronom, Mathematiker, Physiker, Philosoph, Diplomat und Dichter in einem. Besondere Leistungen und Errungenschaften Boskovics Boskovic - war einer der ersten in Kontinentaleuropa, der die Theorien Newtons annahm. Besonders hervorzuheben sind jedoch seine Theorien in der allgemeinen Physik, wie etwa: - sein Atommodell Herkunft Boskovics Rudjer Boskovic wurde im Jahre 1711 in Dubrovnik (damals auch Ragusa genannt) geboren, und wird heute gemeinhin als bedeutendster kroatischer Wissenschaftler aller Zeiten angesehen. Tatsächlich aber war Rudjer Boskovics Vater, Nikola Boskovic, ein orthodoxer Serbe aus dem Örtchen Orahov Do in der Herzegowina und seine Mutter, Paula Bettera, war eine Dubrovniker Italienerin. Außerdem verbrachte Rudjer Boskovic den größten Teil seines Lebens in Italien. Boskovic bezeichnete “Italia” in späteren Jahren sogar als seine “einzige wirklich süße Mutter”. Ausbildung und Karriere Rudjer Boskovic wurde in der römisch-katholischen Kirche getauft - auf den Namen Ruggero Giuseppe Boskovic. Die Zugehörigkeit zum Katholizismus ermöglichte dem jungen Rudjer Boskovic vor allem den Besuch der angesehenen Dubrovniker Jesuitenschule, was für ihn zur Eintrittskarte für das Studium am Collegium Romanum in Rom, und damit zur bestmöglichen Ausbildung für einen Dubrovniker Jungen, werden sollte. Boskovic verließ seine Heimatstadt bereits mit 14 Jahren (1725) um das Studium in Rom aufzunehmen. Dort angekommen, wurde er in den Jesuiten-Orden aufgenommen, welchem er bis zur Auflösung des Ordens im Jahre 1773 angehörte. 1740 wurde Boskovic Mathematik-Professor am Collegium Romanum und arbeitete dort bis 1760. Von 1764 bis 1769 war er Mathematik-Professor an der Universität in Pavia. 1765 gründete er das Observatorium in Brera und wurde dessen Leiter. Von 1770 bis 1773 unterrichtete er Optik und Astronomie an der Hofschule in Mailand. Nachdem 1773 der Papst den Jesuiten-Orden aufgelöst hatte, verließ Boskovic Italien und ging nach Paris. In Frankreich wurde er 1774 Leiter des Optischen Instituts der französischen Kriegsmarine. Vom damaligen französischen König wurde ihm die französische Staatsbürgerschaft verliehen. Rudjer Boskovic wurde zu Lebzeiten Mitglied der Royal Society of London, der St. Petersburg Akademie und der Französischen Academie Royale des Sciences. Boskovic lebte in Dubrovnik, Rom, Pavia, Mailand, Paris und London. Er bereiste auch das Osmanische Reich und Osteuropa. Seine Reisen führten ihn zum Beispiel an die Hohe Pforte (den Sultanshof) nach Istanbul, auf den Heiligen Berg Athos im heutigen Griechenland, wo er auch das serbisch-orthodoxe Kloster Chilandar besuchte, und nach Warschau. Boskovic verstarb auf einer Reise von Paris nach Mailand im Alter von 76 Jahren. In 61 Jahren des Aufenthaltes im Ausland, fern seiner Heimat, hatte Boskovic Dubrovnik nur ein einziges Mal, und dies auch nur kurz, besucht. Allerdings stand er all die Jahre in engem Briefkontakt zu seiner Familie und engagierte sich häufig diplomatisch für das Wohl des Stadtstaates Dubrovnik, in dem damals auch viele Serben lebten. Links Encyclopedia4you (Englisch): http://www.encyclopedia4u.com/r/rudjer-josip-boscovich.html |
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