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Bildung SERBIEN - MONTENEGRO - SRPSKA Schulwesen VOLKSSCHULE Die Volksschule, und ebenso die Schulpflicht, dauert sowohl in Serbien, als auch in Montenegro und der Srpska, ab dem 7. bis 15. Lebensjahr. Bisher waren die Lehrinhalte für alle Schüler der Volksschulen gleich. Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich war der Kenntnisstand serbischer Volksschulabsolventen in der Vergangenheit erfahrungsgemäß mit dem Kenntnisstand deutscher Realschulabsolventen zu vergleichen. GYMNASIUM UND BERUFSFACHSCHULE Die Sekundarstufe dauert in Serbien, Montenegro und der Srpska bis zu vier Jahren - entweder am Gymnasium oder an einer Berufsfachschule. Auf den Berufsfachschulen können technische, kaufmännische, medizinische, handwerkliche, landwirtschaftliche und andere Berufe erlernt werden. An den Berufsfachschulen sind meist auch Abschlüsse nach zwei oder drei Ausbildungsjahren möglich. Der Abschluß einer vierjährigen Berufsfachschulausbildung führt automatisch zur Hochschulreife. HOCHSCHULE In Serbien gibt es fünf staatliche Universitäten: in Belgrad, Novi Sad, Nis, Kragujevac und Kosovska Mitrovica. Daneben gibt es über 15 private Universitäten, z.B. die Universität “Gebrüder Karic”, die “Europäische Universität”, die “Megatrend Universität”, die “Singidunum Universität”, die “Universität Union”, die “Universität New York”, die Universität “Zoran Djindjic” (in Novi Pazar). Einzelne staatliche Fakultäten sind auch in anderen Städten zu finden - z.B. in Bor (Maschinenbau), Vranje (Lehramt), Pancevo (Wirtschaftswissenschaften), Cacak (Agronomie), Zrenjanin (Informatik), Subotica (Bauingenieurwesen), usw. In der Republik Srpska gibt es zwei staatliche Universitäten: in Banja Luka und in Ost-Sarajevo. In Montenegro gibt es eine staatliche Universität - die “Universität von Montenegro”, deren Hauptsitz in Podgorica ist, deren 15 Fakultäten aber auf fünf Städte verteilt sind: Podgorica, Nikšić, Cetinje, Kotor und Herceg Novi. Diplom-Studien dauern in der Regel vier Jahre. Bildungsstand Der Bildungsstand, von der allgemeinen Alphabetisierung bis zu den Englischkenntnissen variiert in Serbien sehr: Schulabschlüsse Die Bevölkerung der Republik Serbien (ohne Provinz Kosovo und Metochien) im Alter von über 15 Jahren hat zu folgenden Anteilen die folgende Bildung: 5% ohne Schulbildung 2,5% sind nicht erfasst/unbekannt, die restlichen 15,5 Prozent sind unter 15 Jahre alt. Der relativ niedrige Anteil der Absolventen von Hochschulen liegt zum erheblichen Teil an der häufigen Auswanderung hochqualifizierter Serben. So wurde im Jahr 2003 zum Beispiel eine Vereinigung serbischer Elektroingenieure der USA gegründet - die Vereinigung hatte bereits kurz nach Gründung über 1000 Mitglieder. PISA-Studie II Serbien nahm bei PISA II erstmals an der Studie teil und belegte die Plätze 33, 36 und 34 (von insgesamt 40) - vor Ländern wie der Türkei, Mexiko, Brasilien oder Indonesien. Andererseits erringen serbische Schülerdelegationen bei internationalen Schülerwettkämpfen, vor allem im Bereich Mathematik oder Informatik, regelmäßig vordere Plätze. So haben, zum Beispiel, bei der Schüler-Mathematik-Olympiade im Jahre 2005, welche in Mexiko ausgetragen wurde und an der Mannschaften aus über 100 Ländern der Welt teilnahmen, drei der sechs teilnehmenden Schüler aus Serbien jeweils Bronze-Medaillen geholt. Hochschulabsolvernten aus Serbien, Montenegro und der Srpska sind im internationalen Vergleich gut bis ausgezeichnet ausgebildet. Englisch-Kenntnisse Internationale Vergleichsstudien, wie etwa eine Studie der Gallup International Inc. von 2004, haben ergeben, daß der Anteil der jüngeren Städter mit Englisch-Kenntnissen in Serbien am höchsten in ganz Mittel- und Südosteuropa liegt. Dies ist wohl mit der politischen Situation seit 1991 zu erklären: Jüngere Leute haben ihren täglichen Informationsbedarf über Jahre hinweg über CNN, BBC (Satellitenfernsehen) und sonstige englischsprachige Medien gedeckt. Außerdem haben die für den serbischen Schulunterricht traditionellen Fremdsprachen Russisch, Deutsch und Französisch in den letzten 15 Jahren stark zugunsten von Englisch an Boden verloren. |
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